Passivhaus – zertifiziert nach Dr. Feist

Bisher haben wir nur wenige Worte darüber geschrieben, welche Art Haus wir bauen. Das werden wir nun nachholen 😉

Unser Haus wird in dem dritten und letzten Bauabschnitt der Gemeinde gebaut. Diese Siedlung ist durch eine „Lärmschutzwand“, besser gesagt durch eine begrünte Mauer von dem ersten und zweiten Bauabschnitt getrennt, weiterhin liegt hinter der Mauer eine Straße. In diesem dritten Bauabschnitt wird eine Passivhaussiedlung, als eine Art Vorzeigeprojekt, gebaut. Damit für alle Bauherren die gleichen Bedingungen herrschen, besteht nicht nur die Anforderung ein Passivhaus zu bauen, sondern dies auch nach den Vorgaben von Dr. Feist zu bauen und zertifizieren zu lassen.

Wer ist eigentlich dieser Dr. Feist?
Kurz gesagt ist Dr. Feist der Leiter des Passivhausinstutes, das Institut gibt klare Anweisungen wie ein Passivhaus gebaut werden muss, damit es später nach Dr. Feist zertifiziert werden kann. Mehr Infos unter: Passivhausinstitut

Was zeichnet ein Passivhaus aus?
Da fallen uns spontan die folgenden Eigenschaften ein (für ausführliche Infos, natürlich im Internet auf entsprechenden Fachseiten nachlesen 😉 ):
– extrem dicke und gut gedämmte Wände
– große Fenster im Süden, kleine und wenige Fenster im Norden
– eine gute Beschattungsanlage (mit Smarthome sehr gut zu realisieren, vor allem wenn man berufstätig bzw. tagsüber nicht zuhause ist)
– besonders gute Raumluft

Bei der Grundstückssuche stand für uns damals nicht im Forderung in einer „Öko-Siedlung“ zu bauen. Die tolle Lage, die guten Anbindungen und der super Blick auf den Herkules haben uns von dem Baugebiet überzeugt. Wir haben uns im Vorfeld im Internet, in Broschüren und bei anderen Bauherren über Passivhäuser informiert. Weiterhin haben wir die größte Passivhaussiedlung Europas, den „zero:e park“ in Hannover-Wettbergen mehrfach besucht: zero:e park

Uns begeisterten vor allem Aussagen wie „Drei Teelichter anzünden und im ganzen Haus ist es warm“ (Anmerkung: oder vllt auch in unserem Fall der Server im Flur EG) oder „Durch die vorgeschriebene Lüftungsanlage leben Allergiker besser“. In wie fern diese Aussagen zutreffen, darüber werden wir später berichten. Auch die schönen großen Fenster auf der Südseite machen ein Passivhaus für uns optisch sehr ansprechend.

Natürlich standen auch für uns zu Beginn die höheren Investitionskosten im Raum, welche wir aber bereit waren zu tragen, um später hoffentlich nahezu kaum Nebenkosten für Strom zahlen zu müssen. Unsere Planung ging sogar so weit, dass wir bereits eine Anschlussmöglichkeit zum Betanken eines E-Autos in unseren Carport legen lassen. Wir gehen davon aus, dass in x-Jahren die Elektroautos erschwinglicher und effizienter sind und möchten es nicht ausschließen, dass auch wir eines Tages so ein Auto fahren werden. Wir haben zuvor auch nicht freiwillig über eine Photovoltaikanlage nachgedacht. Da dies allerdings auch Vorschrift im Baugebiet ist und wir somit ein Passivhaus 40 bauen werden, kamen wir hier nicht „drum rum“.

Zum jetzigen Zeitpunkt, freuen wir uns sehr, dass es der Gemeinde wichtig ist ein Zeichen für nachhaltiges Bauen zu setzen und wir durch unsere Entscheidung uns dort niederzulassen, ein Teil von diesem sind. In wie fern es nun natürlich ein nach Dr. Feist zertifiziertes Passivhaus sein muss (Zusatzkosten für die Zertifizierung) oder ob ein „normales“ Passivhaus oder ein Energieeffizienthaus 40 nicht nahezu den gleichen Effekt haben, bleibt mal dahingestellt. Fakt ist, dass die Gemeinde die Zertifizierung nach Dr. Feist fordert um für alle Häuslebauer in dem Baugebiet einen einheitlichen Standard festzulegen.

Wir möchten unser Haus demnächst in der Passivhaus-Datenbank vorstellen, zu finden unter:
Passivhaus-Datenbank

Bereits eingetragene und zum Teil zertifizierte Passivhäuser sowie Informationen über unser Baugebiet sind zu finden unter:
Passivhaus-Datenbank

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