Haustür in KW 6

Voller Stolz können wir heute unsere Haustür präsentieren. „Warum nur so stolz? Ist doch nur eine Tür?!“ – Die „Sache mit der Tür“ hat uns einiges an Nerven gekostet und hat sich absolut unnötig endlos lange hingezogen.

Teil I – Auswahl der Haustür
In der Bemusterung, welche im Juni 2014 stattfand, haben wir den Wunsch nach einer passenden Haustür zu den golden oak foliierten Fenstern geäußert. Herr Vorspohl (Zuständig für die Bemusterung bei Suckfüll) hat uns daraufhin eine Holzhaustür in Kiefer – Afzelia lasiert angeboten (ähnelt dem Fensterton am Ehesten). Da uns die Türfüllung (damit ist das Innere der Tür gemeint, siehe Foto) nicht gefallen hat, wollten wir wissen, ob eine andere Füllung (ein ganz normal längliches Glas, Standard) auch möglich ist. Dies wurde von Herrn Vorspohl als Klärungspunkt festgehalten. Als wir später das Angebot erhalten haben, sind wir „aus allen Wolken gefallen“. Für eine Holzhaustür in Kiefer mit einem länglichen Glas sollten wir 978,00€ mehr bezahlen! Das ist eine absolute Frechheit, denn von Suckfüll bekommt man im Standard nur Haustüren aus der „aktuellen Haustürenaktion“ „von Pax angeboten, zu finden unter: Pax Aktionshaustüren


Das ein längliches Glas einen derartigen Aufpreis haben soll ist für uns nicht nachvollziehbar und ebenso wenig die Tatsache, dass uns nur eine einzige Haustür angeboten wurde, wobei doch im Angebot erwähnt wird, dass aus der aktuellen Auswahl ausgesucht werden kann. Das kann aber nicht heißen, dass man – nur weil man ein Passivhaus baut (hier braucht man eine besser gedämmte Haustür) – nur eine einzige Tür angeboten bekommt und sonst einen Aufpreis zu zahlen hat!

Wir waren von Beginn an von einer Holzhaustür abgeneigt und haben nach nochmaliger Prüfung uns auch dagegen entschieden. Hauptgrund ist hier die Empfindlichkeit im Hinblick durch etwaige Kratzer z.B. durch Hundepfoten. Da Kunststofftüren preiswerter als Alutüren sind und wir auch Kunststofffenster gewählt haben, fiel diese Entscheidung eindeutig aus.

Passend zu unseren Kunststofffenstern in beidseitig golden oak foliiert, haben wir heute von der Tischlerei Bonnet aus Liebenau die von uns gewünschte Haustür in Kunststoff beidseitig golden oak foliiert erhalten. Die Tischlerei hat die Haustür natürlich nicht selbst gefertigt, sondern es handelt sich hierbei um einen Pax-Vertragspartner, ebenso wie Firma Suckfüll.

Kurz geschrieben: Da Suckfüll nicht in der Lage war oder es möglicherweise auch nicht wollte und zudem noch das nötige Fachwissen fehlte, haben wir uns auf die Suche gemacht. Für uns war es nicht nachvollziehbar warum wir foliierte Kunststofffenster von Pax erhalten, aber eine foliierte Kunststofftür nicht möglich ist.

Wir erinnern uns noch genau an das Gespräch nach der Bemusterung in der es seitens Herrn Vorspohl in etwa hieß, dass es weder Aluminium noch Kunststoff foliierte Haustüren in golden oak gibt. In der Zwischenzeit haben wir vier! unterschiedliche Anbieter ausfindig machen können, die uns genauso eine Tür anbieten konnten und das nicht etwa zu horrenden Preisen. Als wir ein Angebot vorgelegt haben, staunte man nicht schlecht und hat gleich „versucht“ uns diese Tür anzubieten. Nach einiger Zeit erreichte uns dann die Nachricht, dass eine foliierte Haustür nicht angeboten werden kann – mehr nicht. Für uns offensichtlich – man war scheinbar das Thema mit der Haustür leid und reichte uns die einfachste Antwort. Wir erinnern uns noch an die Worte Herrn Drükes, in etwa so: „Suckfüll einer der größten Abnehmer der Firma Pax.“ – Unser Gedanke dazu: „Aber nicht fähig eine „stinknormale“ foliierte Haustür anzubieten?“ Mehr als Schade 😉

Hätten wir uns auf die Aussage eines „Fachmannes“ verlassen, dass es keine foliierten Haustüren gibt, hätten wir nun wahrscheinlich eine Holztür. Dieses Beispiel möchten wir zum Anlass geben, dass man sich auf keinen Fall auf eine einzige Aussage verlassen darf. Es war bei uns immer erforderlich eigene Recherchen anzustellen um so ans Ziel zu gelangen.

Teil II – U-Wert der Haustür
In der Bemusterung wurde uns mitgeteilt, dass unsere Haustür einen U-Wert von mindestens 1,2 oder besser (also kleiner) haben muss. Unter dem U-Wert ist der Dämmwert zu verstehen. Die PHPP-Berechnung des Ingenieurbüros Peterlein (Suckfüll-Partner) hat diesen Wert ergeben. Somit sprachen wir in der Bemusterung die ganze Zeit von einer Haustür mit dem Wert 1,2.

Nachdem für uns die Holzvariante ausschied, haben wir uns auf die Suche nach Kunststofftüren gemacht. Als wir unsere Anfragen gestellt haben und erwähnten, dass wir ein Passivhaus bauen und einen U-Wert von 1,2 benötigen, wurden wir von mehreren Anbietern gefragt, ob dieser Wert richtig sei. Uns wurde mitgeteilt, dass bei Passivhäusern der U-Wert immer =< 0,8 sein muss. Diese Aussagen machten uns natürlich stutzig und wir hielten Rücksprache mit Suckfüll. Als wir zu einem persönlichen Gespräch in die Firmenzentrale kamen, wurde uns - zu unserer Überraschung - auf einmal eine Haustür mit einem U-Wert von 0,8 angeboten. Der bessere Dämmwert wurde uns sozusagen als "Bonus" verkauft, ohne Aufpreis. Hier waren wir sehr verwundert, denn wenn eine Tür mit einem Wert von 1,2 ausreicht, dann brauchen wir doch nicht zwingend auf einmal eine Tür mit 0,8?!? Mit diesem U-Wert sei man aber auf jeden Fall auf der richtigen Seite um die Zertifizierung zu erhalten. Ebenso waren wir über den Gutschriftsbetrag, wenn wir die Haustür in Eigenleistung herstellen, sehr verwundert. Dieser wurde uns für eine Standardtür mitgeteilt, erst auf weitere Nachfrage haben wir eine höhere Gutschrift erhalten (Haustüren mit einem besseren U-Wert sind teurer, beim Passivhaus ist ja ein besserer U-Wert erforderlich). Fazit zum U-Wert: Wir wissen bis heute nicht, welchen U-Wert unsere Haustür nun haben muss. Wir haben derart schwammige Antworten von den Suckfüll-Mitarbeitern und sogar dem Geschäftsführer erhalten, sodass wir nahezu immer noch im dunklen tappen. Unsere ausgesuchte Haustür hat nun einen U-Wert von 0,99, diesen Wert haben wir uns dann von Suckfüll bestätigen lassen. Der U-Wert dieser Haustür sollte somit nicht gegen eine Zertifizierung sprechen. Teil III – Meterstrich Unter einem Meterstrich versteht sich ein verbindliches Maß, welches an die Wand gezeichnet wird, es zeigt den späteren Fertigfußboden an. Der Meterstrich ist für zahlreiche Arbeiten im Haus erforderlich: Haustür, Sanitärobjekte usw.. Am Donnerstag, den 09.10.2014 (zwei Tage nach dem Stelltermin) haben wir unseren Tischler zu Ausmessung der Haustür kommen lassen. Als wichtigste Messangabe brauchte er hier „nur“ den Meterstrich. Im Vorfeld haben wir uns um diesen Meterstrich „gekümmert“. Herr Fischer, unser Bauleiter, erklärte uns, dass dieser problemlos „mal eben“ von einem Suckfüll-Mitarbeiter vor Ort gezeichnet werden kann. Als wir dann ca. 2h vor dem angekündigten Termin mit einem Suckfüll-Mitarbeiter gesprochen haben, hieß es, dass diese keinen Meterstrich anzeichnen werden, der Tischler könne auch so Maß nehmen, Herr Fischer würde den Meterstrich anzeichnen. Mal wieder standen wir verdutzt da, denn scheinbar fühlte sich niemand dafür verantwortlich. Als unser Tischler dann zum Ausmessen gekommen ist, konnte er dies ebenfalls nicht nachvollziehen. „Das erste was in einem Neubau erforderlich ist, ist ein Meterstrich.“, so seine Aussage. So fuhr er von dannen und wir mussten einen neuen Termin vereinbaren. Bis der Tischler bei unserem Bauleiter „herausgefunden“ hat, welche Maße die Tür nun haben soll, verging einiges an Zeit. Erst am 27.11.2014 konnten wir die Haustür bestellen. [gallery ids="1103,1104,1105"] Fazit: In unserem Haus hat es nie einen Meterstrich gegeben. Wie die einzelnen Gewerke nun fachgerecht ausgeführt worden sind, wissen wir nicht. Unser Tischler war von der gesamten Vorgehensweise und Planung auch mehr als entsetzt. Da er oft für Fertighausfirmen tätig ist und es dort nahezu nie Probleme gibt und ein Meterstrich immer vorhanden ist, konnte er es nicht nachvollziehen warum es bei Suckfüll ein derartiges Problem darstellt einen Meterstrich zu ziehen.

Veröffentlicht in Hausbau, Hausbaufirma "Suckfüll" und deren Partnerunternehmen